Der Berufsalltag des Personenschützers oder Bodyguards
Wie sieht der Job eines Personenschützers oder Bodyguards wirklich aus?
Ist der Job als Personenschützer oder Bodyguard wirklich ein Traumberuf? Wie sieht die harte Wirklichkeit aus, eine Schutzperson den ganzen Tag zu beschützen? Welche Anforderungen und Belastungen stellen sich dem Personenschützer oder Bodyguard - Wie gefährlich ist es?
Die wichtigsten Fragen zum Beruf des Personenschützers oder Bodyguards
Aus welchen Maßnahmen besteht Personenschutz?
Die bekannteste Maßnahme ist der Begleitschutz, bei dem sich Personenschützer in unmittelbarer Nähe der Schutzperson befinden. Weniger sichtbar, aber mindestens genauso wichtig sind die anderen Elemente des Personenschutzes: Am Anfang steht die Gefährdungsanalyse, mit der Art und Ausmaß der Bedrohung ermittelt werden. Hieraus leiten sich die erforderlichen Schutzmaßnahmen ab. Eine professionelle Planung, einschließlich einer eingehenden Gefährdungsanalyse, sorgt für einen reibungslosen Ablauf des Schutzeinsatzes. Wir von der Sicherheitsakademie Berlin betrachten Aufklärungsmaßnahmen als das tragende Element für einen wirksamen Personenschutz. Durch die Aufklärung können Täter bereits in der Vorbereitungsphase eines Attentates erkannt werden. Jedem Anschlag geht eine intensive Ausspähung der Lebensgewohnheiten des Opfers voraus. Hierbei sollen die Aufklärungskräfte die Täter bemerken. Aber auch die Schutzperson und deren Familienangehörige müssen für die Gefahren sensibilisiert werden und eigenständig bestimmte Sicherheitsvorkehrungen beherzigen. Je nach Gefährdungsgrad wird die Schutzperson ständig oder zu bestimmten Anlässen von Personenschützern begleitet.
Was sind weit verbreitete Klischees über Personenschutz und Bodyguards und treffen diese zu?
Eines der Hauptklischees ist, dass Personenschützer muskelbepackte Menschen sind, die auffällig hinter der Schutzperson herlaufen und diese bei Bedarf aus einer Gefahrensituation herauszuprügeln. Die Realität sieht glücklicherweise anders aus: Der Personenschützer sollte in das Umfeld der Schutzperson hineinpassen. Ein Außenstehender sollte den Personenschützer nicht auf den ersten Blick erkennen. Ein professioneller Personenschützer zeichnet sich durch eine gute Beobachtungs- und Auffassungsgabe, körperliche Belastbarkeit (ohne ein "Kleiderschrank" sein zu müssen), fundierte Kenntnisse in der waffenlosen Selbstverteidigung, exzellenten Umgangsformen, Wandlungsfähigkeit (um sich auch äußerlich dem Umfeld der Schutzperson anzupassen), gute Fremdsprachenkenntnisse und eine fundierte Allgemeinbildung aus. Ferner sollte er über organisatorische Fähigkeiten verfügen und ein sicherer Autofahrer sein. Im Gegensatz dazu darf der Bodyguard äußerlich ruhig mehr auffallen, ist er doch oft im Gefolge von Stars präsent und gehört auch zur Repräsentation. Zu Bodyguards hier mehr.
Hat man überhaupt eine Chance gegen einen entschlossenen Angreifer?
Wir beantworten diese Frage mit einem klaren "ja". Immer wieder behaupten Politiker, dass es gegen einen entschlossenen Attentäter keinen Schutz gibt - eine unsinnige Aussage. John Hinkley, der 1981 auf Reagan schoss, war entschlossen das amerikanische Staatsoberhaupt zu ermorden. Doch die Reaktion der Personenschützer rettete dem US-Präsidenten das Leben. Innerhalb von zwei Wochen schlugen zwei Attentatsversuche auf US-Präsident Ford fehl. DeGaule überlebte zahlreiche Attentatsversuche. Arthur Bremer plante ein Attentat auf US-Präsident Nixon. Aufgrund der guten Sicherheitsvorkehrungen suchte er sich ein anderes Opfer aus (Gouverneur Wallace). Auch wenn der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bei einem Attentat verwundet wurde, wurden weitere Schussverletzungen durch die Reaktion der Personenschützer verhindert. Im Jahre 1995 griffen islamische Terroristen die Fahrzeugkolonne des ägyptischen Staatspräsidenten Mubarak an. Die Personenschützer wehrten den Angriff ab und brachten Mubarak aus der Gefahrenzone.
Natürlich gibt es Mordanschläge, bei der die Schutzpersonen getötet wurden. Beispielsweise das Attentat auf den ägyptischen Staatspräsidenten Saddat während einer Militärparade. Doch ein Grund für den Erfolg der Attentäter liegt darin, dass Saddat seine Personenschützer von der Tribüne wegschickte. Als die Terroristen das Feuer eröffneten, waren die Sicherheitsbeamten zu weit entfernt, um rechtzeitig einzugreifen. Der israelische Premierminister Rabin hatte nicht auf die Ratschläge seiner Personenschützer gehört, eine Schutzweste zu tragen. Als Yigal Amir auf ihn schoss, traf er den Premierminister im Oberkörper - einen Bereich den eine Schutzweste abgedeckt hätte. Bei den zwei vorherigen Attentaten haben natürlich auch die Sicherheitsbeamten Fehler begangen.
Doch nur die Kombination aus fehlerhaftem Verhalten der Schutzperson und der Personenschützer ermöglichten das Attentat, nicht die Entschlossenheit der Täter. Unzählige Attentäter suchten sich ein anderes Opfer, weil ihr eigentliches Angriffsziel zu gut geschützt war. Arthur Bremer schoss auf George Wallace, nach es ihm nicht gelang, an US-Präsident Nixon heranzukommen. Ein professioneller Personenschutz kann einen den Täter bereits im Vorfeld eines Attentates erkennen. Auch wenn es den Attentäter in der Vergangenheit gelang, auf, die Schutzperson zu schießen, konnte durch das schnelle Eingreifen der Personenschützer das leben der Schutzperson gerettet werden. Als Präsident Reagan angeschossen wurde, fuhr in seine Limousine zunächst zum Weißen Haus, um ihn dort ärztlich zu versorgen. Während der Fahrt bemerkte sein Sicherheitsbeamter die schwere der Verletzung und entschloss sich, den Präsidenten ins nahe gelegene Krankenhaus zu bringen. Wie die behandelnden Ärzte später zu Protokoll gaben, hätte Reagan die Fahrt bis ins Weiße Haus nicht überlebt. Die weit verbreitete These, "es gibt keinen Schutz gegen einen entschlossenen Attentäter", ist falsch und durch die Geschichte nicht zu belegen.
Wie kann man sich vor Attentaten schützen?
Aufklärung, Vorbeugung und nochmals Vorbeugung heißt hier die Devise. Denn wer aufhört besser zu werden, der hat aufgehört gut zu sein.
Sicherheitsakademie Berlin in Social Networks >>
Wir sind für Sie da!
Tel.: 030 322 95 21 220
Fax: 030 322 95 21 229
E-Mail schreiben


